Die Synagoge wird vom Arbeitskreis Landsynagoge Roth getragen. Der Verein setzt sich für den Erhalt und die Nutzung ein. Sie ist Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust im Landkreis und Lernort für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene. Sie ist Veranstaltungsort für Konzerte, Vorträge und andere kulturelle Angebote. Roth ist einem Ortsteil der Gemeinde Weimar im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen.

Aus Tagebüchern und Briefen des jungen Berliners Peter Pfankuch von 1939 bis 1945
Die Autorin ist die Tochter Pfankuchs, die als Historikerin und Tochter sich auf eine Spurensuche nach ihrem Vater begibt.
Peter Pfankuch: ein sogenannter "halbjüdischer" Junge im Nationalsozialismus. Als Teenager schreibt er über die gesamte Kriegszeit von 1939 bis 1945 Tagebuch - eine einmalige zeithistorische Quelle, die in diesem Buch erstmals ausgewertet wird. Pfankuch dokumentiert sein Leben in Berlin, während Nationalsozialismus und Krieg zunehmend seinen Alltag bestimmen. Die Familie lebt nahe am Abgrund: Der Vater verliert die Arbeit, die Mutter fürchtet die Deportation, er selbst erhält Schulverbot. Einige Verwandte und Freunde flüchten oder werden deportiert. Bomben fallen. Sorgen, Not und Angst werden immer mehr zur Normalität. Diese Tagebücher sind nicht vergleichbar mit denen der Anne Frank; Pfankuch ist nicht das männliche Pendant zu ihr. Dennoch gibt es Parallelen, dennoch schreibt hier ein junger Mensch im Verborgenen seine Alltagsbeobachtungen über eine ihm feindliche Welt auf. In dieser Situation lernt er den Architekten Hans Scharoun kennen, für den er im Krieg arbeiten kann. Peter Pfankuch wird später selbst ein wichtiger Architekt im West-Berlin der Nachkriegszeit.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Marburg und Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V.
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Veranstaltungsort: Staatsarchiv Marburg, Friedrichsplatz 15, Landgrafensaal

Prof. Dr. Siegfried Becker stellt die Lebensgeschichte von Otto Bene (1884-1973) vor, der in Oberweimar aufwuchs und in Marburg zur Schule ging. In der Zeit des Nationalsozialismus war er SS-Brigadeführer und Gauführer der Auslandsorganisation der NSDAP, getarnt als deutscher Diplomat. Er war an der Ausbürgerung und der Deportation der niederländischen Juden maßgeblich beteiligt.
Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Wir freuen uns über eine Spende.

Moderation: Prof. Dr. Edith Franke, Marburg
Podiumsteilnehmer sind:
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Wir freuen uns über eine Spende.

Das Duo MANDOS KAATZ ist auf jiddische Lieder und Balladen osteuropäischer Juden spezialisiert. Beide verbindet die Liebe zum Jiddischen Lied und sie haben sich dieser Musik verschrieben. Dabei haben sie viel über die geschichtlichen Hintergründe herausgefunden.
Heute ist das Thema Emigration aktuell wie nie. Die alten Lieder zeigen deutlich, wie sich die Probleme der vertriebenen Menschen wiederholen. Die sorgfältig ausgewählten jiddischen Lieder sind zeitlos und vermitteln das Drama von Vertreibung, Flucht, Fremdsein und enttäuschten Hoffnungen auf eindringliche Weise.
Das musikalische Spektrum umfasst Lieder des jiddischen Dichters Mordechai Gebirtig, der ein großes Herz für die Armen dieser Welt hatte, und Balladen ehemaliger ostjüdischer Troubadoure. Melancholisches ist dabei, Kämpferisches aus der jüdischen Arbeiterbewegung und Humorvolles aus dem Jiddischen Theater.
Inge Mandos (Gesang) und Klemens Kaatz (Klavier und Akkordeon) bringen den Zuhörer*innen die Situation Vertriebener, geprägt von Sehnsucht, Hoffnung und Überlebensmut, aber auch von Trauer und Verzweiflung, nahe. Inge Mandos führt durch das Programm und übersetzt die Lieder, die sie mit ihrer warmen und facettenreichen Stimme gestaltet. Dabei begleitet sie Klemens Kaatz, erfahrener Arrangeur und Interpret dieser Musik, auf dem Klavier und am Akkordeon.
Der Eintritt zu dem Konzert ist frei. Wir freuen uns über eine Spende.

Wir feiern 30 Jahre Restaurierung der Synagoge in Roth und laden dazu herzlich ein. Wir erwarten als Besucher auch über zwanzig Nachfahren Rother Juden zum Jubiläumswochenende.
Weitere Informationen folgen.
Der Jüdische Kalender ist eine Mischung aus Mond- und Sonnenkalender. Die Jüdischen Festen und Feiertagen werden hier mit Kerzen dargestellt; so am Sabbat - dem jüdischen Ruhetag in der Woche - mit zwei Kerzen. An Sabbat finden in der Landsynagoge Roth in der Regel keine Veranstaltungen statt. Somit können auch jüdische Personen an den Veranstaltungen teilnehmen.